ÜBER MICH.

Ich habe schon als Kind gerne mit Gold gespielt, wenn auch nicht mit echtem! Mein Dad hat mir kleine rechteckige Holzstücke mit Goldlack besprüht und fertig waren meine ersten eigenen "Goldbarren". Diese hab ich dann im Garten vergraben und er musste sie suchen. Wieder und wieder und wieder :-). Wer hätte gedacht, dass ich später mal das Echte Ding so nahe und genauer kennenlerne ... inklusive jenes trügerische Wesen unseres Geldsystems. Aber wer bin ich denn, der Ihnen dazu etwas zu erzählen vermag? Ich habe weder eine entsprechende Ausbildung im Bereich der Finanzen, noch irgendwelche Lehrgänge, Weiterbildungen oder dergleichen dazu absolviert.


Als gelernter IT-System-Kaufmann und IT-Administrator, ist meine eigentliche Expertise in der Welt zwischen Bits und Bytes angesiedelt und das seit über 20 Jahren.

Nehmen wir die Zeit der ersten Gehversuche mit der EDV als Maßstab, können wir nochmal etwas über 10 Jahre draufpacken. Man kann also sagen, ich habe Stück für Stück mein Hobby irgendwann zum Beruf gemacht. Schon im Alter von 6 Jahren, hatte ich den damaligen Computer meines Vaters doch ziemlich im Fokus.

Das war 1988! Wenn ich heute daran zurückdenke und Vergleiche, auf welchem Leistungsniveau sich heutige EDV-Systeme bewegen, ist Raumschiff Enterprise näher als sie denken. Klingt womöglich unrealistisch, wenn Sie sich aber näher mit der Materie beschäftigen, wären sie überrascht, wie nahe sich Fiktion und Realität inzwischen gekommen sind und es immer weiter tun. So steht z.B. der noch vor vielen Jahren als Science Fiction abgestempelte Quantencomputer, heute tatsächlich schon in den Startlöchern und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er den Endverbrauchermarkt erreicht. Aber wollen wir nicht zu weit in die technische Faszination abgleiten.

Letztlich geebnet wurde mein Weg in der IT gegen Mitte der 1990er Jahre durch meinen Onkel, der hier schon beruflich aktiv unterwegs war. Nach einem gar nicht so schlechten Hauptschulabschluss mit Durchschnitt von 1,6 und der Überlegung, ein technisches Gymnasium zu besuchen, nahm ich auf dieser schulischen Bahn dann doch die Ausfahrt zum Start einer kaufmännischen Ausbildung in der IT. Bot sich gerade an und ich dachte, warum weitere drei Jahre Stoff reinprügeln, von dem man dann später sowieso nur einen Bruchteil davon benötigt. Das sieht zwar jeder anders, wenn man jedoch in späteren Jahren, die Schule mit dem wahren (Berufs)Leben vergleicht, wird diese Lücke leider sehr oft deutlich und machen die schwachen Lehrpläne leider zu einem ein Fakt unseres Schulsystems. Bei mir was das damals auch schon nicht anders. Immerhin hatte ich "Vitamin B" zur Verfügung und konnte damit eine Lehre antreten, für die eigentlich Realschule Mindestvoraussetzung war. Es hat seine Vorteile, wenn ein Mitglied der Familie als Personalchef einer Firma tätig ist.

Bevor es allerdings soweit kommen konnte, sollte ich mit 15 Jahren noch eine schwere Aufgabe zu bewältigen haben... und mit mir, meine Eltern!

Die Diagnose Morbus Hodgkin (Lymphdrüsenkrebs) katapultierte mich, bzw. primär meine Eltern, erstmal Richtung Fußboden. Ich selbst konnte damals das nicht so wirklich realisieren, was für ein Film nun ablaufen sollte aber meine Eltern dagegen schon. Während Krebs heute eigentlich schon zum Alltag gehört, war das vor nunmehr fast 24 Jahren (1997), noch ein bisschen anders. Zumindest nehme ich das so wahr. Nun ja, was ich zuvor eigentlich nur im Fernsehen so ab und zu mal mitbekommen hatte, wurde nun zu meiner Realität - Chemotherapie, Haarausfall, Krankenhaus und immer gut geht's einem auch nicht gerade. Immerhin durfte ich während der 8-wöchigen Therapie, immer mal wieder nach Hause. Die Neujahrsraketen zum Jahreswechsel musste ich allerdings von meinem Behandlungszimmer aus bewundern. Es war wie es war aber wenn man mit solch Dingen konfrontiert wird, zeigen sich auch gute Seiten, so doof es klingt.

So konnte das Motto "was mich nicht killt, macht mich stärker", ein gutes Stück wirken und wenn man sich in einem solchen Umfeld befindet, lernt man Dinge, die die meisten anderen nie erfahren werden. Zum Glück, muss man hier aber sagen, denn freiwillig muss man das auch nicht wirklich haben - versteht sich von selbst!

Im Kontakt mit anderen (Patienten) Kindern, fängt man an, seine eigene Situation, doch dann etwas zu überdenken. Zumindest in meinem Fall, denn meine Krebsform war zur damaligen Zeit schon eine der bestbehandelbaren und nahe 100% heilbar. Somit auch "nur" mein 8 Wochen Aufenthalt, während mein Zimmerkollege "Eric" zum dem Zeitpunkt schon 2 Jahre mit Leukämie zu kämpfen hatte. Im Vergleich zu ihm, was ich nur auf der Durchreise!

In dieser Zeit hat sich so einiges bei mir geändert... ich hab mich verändert ... mein Umfeld, als ich wieder in die Schule zurückkam, hat sich verändert. So ziemlich alles hatte sich verändert. In all der Zeit, hatte ich immer Menschen um mich, die für mich da waren... allen voran meine Eltern und ich bin bis heute so froh, solche Eltern zu haben. Eltern, die immer für mich da waren und sind. Eltern, zu denen mein Verhältnis mit 1A benotet werden könnte und die ich so sehr liebe. Danke Mama und Papa für euch in meinem Leben!

Nach Bewältigung der zurückliegenden Herausforderungen konnten dann nun drei Jahre Ausbildung folgen, von denen ich jedoch (leider) die meisten Zeit selbst dafür sorgen musst, weiterzukommen. Eine Ausbildung sollte meiner Meinung nach mehr beinhalten als ABM und das Sortieren von Kontoauszügen aber wie heißt es so schön ... selbst ist der Mann! Das meiste Wissen, auf welches ich heut zurückgreifen kann, habe ich mir daher, man kann sagen, zu 80% selbst beigebracht. Vielleicht ist das aber auch das Leid der Computer-Nerds und Technik-Freaks ... do it by yourself! Man weiß es nicht.

Wie dem auch sei, heute kann ich mich immerhin IT-Manager schimpfen und auf einen recht großen Erfahrungsschatz und Erfolg zurückgreifen. Noten sind bei Weitem also nicht alles, eher sogar fast unnötig und werden viel zu häufig überschätzt, um jemandem Fähigkeiten zuzugestehen oder abzuerkennen. Irgendwie wohl auch eine typische deutsche Sicht vieler Entscheidungsträger. Jedenfalls, nach den drei Jahren Lee(h)rzeit und viel Eigeninitiative, nutzte ich folgend dann die Chance der Leiharbeiterschaft (Zeitarbeit), um festen Fuß in einer Firma zu fassen, was letztlich auch gelang. In den Folgejahren konnte ich so verschiedene Unternehmen unterschiedlicher Bereiche näher kennenlernen. Neben der Sachbearbeitung im Kreditorenmanagement, Backoffice-Tätigkeiten in einer Softwarefirma oder auch einer Zeit als Call-Center-Agent, konnte ich dann auch die ersten dreieinhalb Jahre Praxis im technischem EDV-Support eines Löttechnik-Unternehmens, sammeln. Zuletzt genannter Zeitabschnitt, gehörte zwar nicht gerade zu den wünschenswertesten Erfahrungen und genaugenommen war ich dort dreieinhalb Jahre zu lange, jedoch hat alles einen tieferen Sinn - auch das augenscheinlich Negative. Sei es eine unfähige Unternehmensführung oder auch negative Menschen, die man zum eigenen Wachstum, vorgesetzt bekommt. Alles hat einen Sinn! Irgendwann kam dann auch der Tag, an dem man den Gedanken "das wird schon noch, nur Geduld", sich dann endgültig verabschiedet und zu mir hat mal jemand gesagt:

"wenn du morgens aufwachst und keinen Bock hast, weil du weißt, dass du am nächsten Tag wieder da hin musst ...

... spätestens dann solltest du wechseln!"

Da ist was Wahres dran, denn befindet man sich auf so einem Level, ist Krankheit fast schon vorprogrammiert, wenn man nicht die Kurve kriegt und eine Entscheidung trifft. Immerhin konnten ich mit dem Rad zur Arbeit fahren, der Fitness was gutes tun oder auch teuren Sprit und Fahrzeugverschleiß sparen. Zudem war meine liebe Mama quasi gleich um die Ecke eine Straße weiter. Also keinen Anlass sich zu beschweren. So vergingen die Jahre inmitten eines schaukelnden Seegangs voller Höhen und Tiefen. Von Kenntnissen über Geld oder auch nur das kurzzeitige Widmen der Themen Finanzen, geschweige denn Edelmetall, noch keine Spur. Und das, obwohl die beiden erstgenannten jeden Einzelnen von uns direkt betreffen, richtig? Wie sehr diese spätere Erkenntnis der Wahrheit entspricht, sollte mir erst dann 2017 so langsam richtig bewusst werden.

Durch eine gute Freundin, die mir seit ebenso langer Zeit, seit Anbeginn meiner Lehre, mit Rat und Tat zur Seite steht, wenn es um Versicherung, Altersvorsorge, Geld oder Kapitalanlage geht, wurde Ende 2016 der quasi Grundstein auch für dieses Goldbuch gelegt. Denn Sonja war es, die mir zum ersten Kontakt mit Gold verhalf, was wiederum den Antrieb erzeugte, mich mehr mit den eigenen Finanzen und darüber hinaus, mit unserem (Kunst)Geldsystem, zu beschäftigen.

Die damalige, zu diesem Zeitpunkt auch schon länger bestehende Allgemeinsituation des EURO-Systems, erforderte eine dringende Evaluierung neuer, alternativer Strategien. Allerdings hat dies niemand auf dem Schirm, wenn er sich nicht explizit damit beschäftigt. Gut also, wenn man auf jemanden zurückgreifen kann, der hier weiß wie der Hase läuft, auf Veränderungen entsprechend reagiert und einen mit einbezieht. So kam ich das erste Mal mit dem Bereich der Edelmetalle, in Verbindung mit meinen eigenen Finanzen, in Kontakt. Für die meisten Menschen, klingt eine auf Gold basierende Strategie, zunächst ziemlich ungewöhnlich. Alle kennen die Lebensversicherung das Sparbuch und natürlich Fonds und Aktien. Wie passt da Gold in die Reihe?! Nun, das ist wie mit allem anderen auch... gehe ich einer Frage nach, finde ich auch eine Antwort und dann gibt es nicht selten Überraschungen. Gesellt sich dann noch langjähriges Vertrauen, wie in meinem Fall bei Sonja dazu, unterstreicht es die gewonnen Erkenntnisse. Letztlich waren nur zwei direkt physische Begegnungen, genauer gesagt "Berührungen" notwendig, der finanziellen Bedeutung von Gold, seiner Rolle in unserem Geldsystem und dem Konstrukt dessen, mehr auf den Grund zu gehen.

Schon die Krise 2007/2008 konnte als lauter Warnschuss gewertet werden, um sich selbst mehr mit dem, was da draußen passiert, auseinanderzusetzen. Auch wenn in dieser Zeit gigantische Summen an Kapital vernichtet wurden, was sich auch in den Portfolien so vieler Menschen widerspiegelte, haben nur wenige so richtig wahrgenommen und verstanden, was hier passiert ist. Bis auf jene, die ohnehin in der Welt des Geldes agieren und einen tieferen Blick hinter die Kulissen gewagt hatten. Ich war zu der Zeit noch nicht mal in Nähe des Vorhangs, der die Bühnen dieser Ereignisse verdeckt hatte, sondern mehr damit beschäftigt, eigenen Projekten nachzugehen. Während sich der Finanzmarkt austobte, in verschiedensten Bereichen das Drama seinen Lauf nahm und auf viele Menschen niederregnete, befand ich mich in meiner IT-Welt, inmitten der Entwicklung einer Software, für kleine und mittlere Speditionen. Eine Herkulesaufgabe, wie sich später noch herausstellen sollte.


Aber naja, lange Rede kurzer Sinn... über viele Stationen hinweg hab ich schlussendlich erkannt und gelernt, wie so manche Mechanismen in unserer Finanzwelt funktionieren bzw. gehandhabt werden. Kennst du den Film "Matrix"?... so kann man sich das Ganze in etwa vorstellen. Entscheidet man sich für die blaue Pille, bleibt man gefangen, abhängig und geblendet von einer Illusion... entscheidet man sich für die rote Pille, wird's zwar ernüchternd, aber geil :)!

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